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Viel Freude mit der "neuen" Mucha wünscht

Barbara Mucha und die Mucha-Administration

Brauchen wir so viel Werbung?

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Brauchen wir so viel Werbung?

Lerte
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Zähle ich zu einer Minderheit, wenn ich Art und Menge der WERBUNG heutzutage als allgegenwärtig lästig und furchtbar aufdringlich empfinde?

Ich muss gestehen, dass ich nur zur Diskussion stellen kann, weil ich nirgends eine klare Antwort finden konnte. Aber vielleicht sind mir nur nicht die richtigen Quellen bekannt, brauche möglicherweise Nachhilfe im Recherchieren oder eine neue Brille, ich kann’s nicht sagen. Darum sind leider nur die Fragen übrig geblieben:

Wer bestimmt über das Ausmaß der Werbung, welches uns maximal zugemutet werden darf?

Wer setzt fest, welche Psychologie zulässig bzw. nicht zulässig ist?

Gibt es Studien über die Manipulationsmöglichkeiten von Werbung?

Falls Werbung jemals unerträglich wird, wie könnte man sich wehren, wenn alle, die berichten könnten, von Werbung leben?

Inwieweit ist der freie Wille des Menschen schützenswert?

Gibt es darüber Reportagen? Falls Nein – warum nicht? (frage ich blauäugig)

Würden wir ohne Werbung weniger Geld ausgeben?

Wären wir dann weniger glücklich?

Blick ins Einkaufswagerl: Sind das wirklich die Kaufentscheidungen meines eigenen freien Willens?

Falls wir nur unbeworbene Produkte kaufen würden, hätten wir dann nur minderwertiges Zeug daheim?

Kommentare

Elwedritsche

Die Werbung im Postkasten läßt sich leicht reduzieren, die an der Haustür auch, Fernsehen wird bei Werbung leiser gestellt. Was mich nervt ist die Werbung für Medikamente, die nicht so harmlos sind, Schlafmittel, Abführtropfen und neuerdings Buscopan, wenn's im Baucherl ein bißchen zwickt. Die hat früher der Arzt verschrieben. Massiv beworben werden Rheumasalben, Oma tanzt dann wieder oder spielt Fußball. Ehrlich, bei mir hat Voltaren überhaupt keine Wirkung!

Nero

Die Reizüberflutung bewirkt, dass wir richtiggehend weichgespült und ziemlich kritiklos werden. Natürlich hat der Dauerbeschuss mit Werbung und Informationen Folgen. Schauen Sie sich doch die Kinder und Juggendlichen an, die wie Schafe Trends folgen und sich durch inflationäres Einkaufen ein kurzes Gefühl der Befriedigung verschaffen. Individualismus ist kaum noch zu finden und bringt auch wenig, denn wer nicht mit dem Strom schwimmt, wird ausgegrenzt. Also lieber bedenkenlos mitmachen, shoppen, sich auf Facebook sinnbildlich prostituieren und sich darin messen, wer mehr Fotos seiner Speisefolgen, Urlaubsreisen und Habe veröffentlicht. Auch das ist Werbung, wenn auch ziemlich stupide Eigenwerbung. Sie sehen, es gibt gar kein Entkommen, die Werbung verleitet nicht nur dazu scheinbar unbefriedigte Bedürfnisse zu erfüllen, sondern ist längst, in Form der Selbst-Werbung, Teil des Alltags geworden. Wem das zuviel ist, der sollte sich einer Diät unterziehen, die auf dem Verzicht von Online- und elektronischen Medien beruht. Oder mit wachem Blick das Treiben verfolgen und versuchen, sich nicht vor den Manipulationskarren spannen zu lassen. Viel Erfolg!

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