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Barbara Mucha und die Mucha-Administration

Konsumentenschutz: Lebensmittel

Bild des Benutzers Emma

Konsumentenschutz: Lebensmittel

Emma
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Ich sehe dies als aktualisierte Neuauflage meiner ausgeuferten Lebensmittelbeschwerde hier .. und hoffe das Tavorrudel kann einmal einen Beitrag verschonen oder ausschließlich sachlich kommentieren. Dies sind nur Informationen, weder verwende ich die angeführten "Lebens"mittel noch wird unterstellt, daß Sie das tun. Nur Wissen schützt! Wie Foodwatch in Deutschland und die Konsumentenschutzabteilung der Arbeiterkammer hat sich dankenswerterweise auch der VKI dazu entschieden, diverse Schwindel und Tricksereien zu veröffentlichen: www.konsument.at/lebensmittelcheck Vieles ist per Gesetz reguliert, trotzdem sucht die Industrie permanent nach Schlupflöchern, es werden zum Nachteil der Konsumenten Gesetze übertreten oder Schwachstellen schamlos ausgenützt, nicht, falsch oder ungenau deklariert, auf die Unachtsamkeit der Einkäufer gesetzt, falsche Erwartungen genährt. Abbildungen auf den Verpackungen verführen zum Kauf, Inhalt und Zutatenliste können nicht halten, was sie versprechen. Wie groß das Verhältnis zwischen Verpackung und Inhalt sein darf ist geregelt, trotzdem kursieren viele sog. "Mogelpackungen". Sehr oft wird völlig legal getrickst. Auch wenn es mühsam ist: lassen Sie sich nicht täuschen und lesen Sie das (viel zu ) Kleingedruckte. Einige Beispiele: [b]Alpro Vanilledessert [/b]verspricht echte "feine Vanille", enthält aber nur Aroma. Der Hersteller meint: die Zutatenliste ist rechtskonform, die Vanilleblüte auf der Verpackung dient nur der Dekoration. [b]"Robby Bubble Berry"[/b] ist ein stark gesüßtes Kindergetränk in einer Sektflasche. Der Hersteller meint, das sei Absicht "eben damit die Kinder beim Feiern nicht an Alkohol herangeführt werden". [b]"Prestige Camembert-Herzen": [/b]4 kleine Stücke, viel Plastik, viel Luft [b]"Tabaluga Croissants"[/b] für Kinder sind mit Ethanol konserviert. [b]Polnische Gänsebrust [/b]- auf der Verpackung Bauernhof-Idylle, stammt aber aus Mastbetrieben. Der Importeur meint, die Gänse hätten 4m² "Auslauf". [b]Knorr Gebratene Nudeln Huhn[/b]: nur 1% Huhn und die Packung ist nur halbvoll. Knorr meint, die Bezeichnung "Huhn Hot Spicy" soll nur eine Geschmacksrichtung zum Ausdruck bringen [s. meine Ursprungsbeschwerde, es hat sich nichts geändert] [b]Milka Riegel [/b]enthalten auffallend wenig Kalorien. Genau schauen, normalerweise werden sie per 100gr angegeben, hier "pro Portion" und das sind laut Eigendefinition 25 gr!!! [b]Zott Monte[/b]: beworben wird eine "gesunde Zwischenmahlzeit" für Kinder, enthält aber nur 0,6% Schoko, viel zu viel Fett und Zucker. [b]Dragee Keksi Banane[/b]: nur künstliche Aromen. Der Hersteller findet nichts dabei "stilisierte Bananen" abzubilden, er legt ein "Gutachten" vor, wonach "keine Irreführung eines durchschnittlich informierten und interessierten Konsumenten" vorliegt. [b]Inzersdorfer Rahmschnitzerl[/b]: schon sehr oft hier beschrieben: "Schnitzerl" ist kein kleines Schnitzel, sondern Fuzzerln, kleingedruckt "Formfleich" genannt. Inzersdorfer nennt die Fuzzerln "hochwertig" und daß es geformt ist, stünde eh hinten. [b]"Atlantik-Zuchtlachs"[/b] von Norsson mit der Herkunftsbezeichnung Chile, also Pazifik...irgendwo täts eh stehen, meint der Importeur! [b]"New Lifestyle" Trinkjoghurt [/b]macht auf leichten Lifestyle, enthält aber 110 gr. Zucker (30 Stück Würfelzucker!) Auf Babygläschen sollte nicht nur die "Grundzusammensetzung" stehen, sondern auch, ob z.B. Gluten enthalten ist. Mittlerweile sind wir so weit, daß oö Bauern "gentechnikfreie Schweinsschnitzel" anbieten (IBO-Bauenhöfe), denn unsere Bauern verfüttern generell Gensoja (überwiegend importiert aus den USA, wo über 90% genmanipuliertes Soja und Mais hergestellt wird). Zur Erinnerung: 1997 gab es ein Gentechnik-Volksbegehren mit der Forderung "keine Gentechnik auf unserem Teller". Es wurde von 1,2 Millionen Menschen unseres Landes unterschrieben. Den Politikern und der EU war es egal, im Gegenteil Gensoja als Futtermittel wurde finanziell unterstützt. Kennzeichnung gibt es keine. Gensoja ist so manipuliert, daß es Herbizide verträgt. Glyphosat kommt so nicht nur ins Trinkwasser sondern über das Fleisch bzw das pflanzliche Produkt auf unsere Teller. Es hätte nie zugelassen werden dürfen, erwiesenermaßen steht es in direktem Zusammenhang mit der gestiegenen Häufigkeit von Allergien. Im Tierversuch ergab sich bei Ratten, daß 55% ihre Geburt maximal 3 Wochen überlebt haben. Studien belegen, daß Glyphosat (=Roundup) schon in geringen Mengen menschliche Zellen innerhalb von 24 Stunden tötet, es zu Fehlgeburten und Missbildungen führen kann. In Argentinien leiden viele Arbeiter unter den Folgen des Gifteinsatzes auf Gentechniikfeldern. Raiffeisen ist der größte Gensoja-Importeur und der Lagerhaus-Chef Buchleitner saß als Aufsichtsrat des größten Importeurs in Hamburg. Der große Gewinner ist Monsanto.

Österreich
1010 Wien

Kommentare

Vivi

@ kritischer Konsument

Wissen sie, was in den Nespresso-Kapseln drinnen ist? Ist das auch so ein undefinierbares Gemisch?

kritischer Konsument

"Jacobs 2 in 1"

Man glaubt an Löskaffee mit Milchpulver. Was ist wirklich drin (Anteile in dieser Reihenfolge):Glukosesirup mit Sulfit, Magermilchpulver, Löskaffee 9,9%, gehärtetes Kokosfett, 2 E-Stabilisatoren, Milcheiweis, Emulgator, Trennmittel, Farbstoff"

Das Produkt darf sich nicht Kaffee nennen, daher: Getränkepulver mit löslichem Bohnenkaffee und Kaffeeweißer"

Kaffeeweiser ist übrigens ein Phosphat, wer das regelmäßig trinkt, züchtet sich eine Osteoporose an.

kritischer Konsument
kritischer Konsument

Es gibt zwar einen Beitrag der Redaktion über Reisen nach Tschernobyl von 2002, aber ich schreibe es lieber hierher:

In Temelin würde kürzlich Alarm ausgelöst bei der Zugangskontrolle eines Arbeiters. Das Gerät schlug an, der Mann war radioaktiv belastet.

Es stellte sich heraus, er hatte am Tag zuvor Wildschweinfleisch aus dem Böhmerwald gegessen. Natürlich wurden die Grenzwerte nicht überschritten. So ist heute, 29 Jahre nach Tschernobyl, das Fleisch selbst in weiter Umgebung noch mit radioaktivem Caesium kontaminiert.

Ein großer Teil des Wildes bei uns kommt aus Tschechien, Polen und Rußland. Die Eierschwammerln deklariert aus der Ukraine!

kritischer Konsument

Schaut euch das mal an. So schön aufgefächert, was wo und wieviel drin ist, hab ich noch nie gesehen. Sehr beeindruckend!

http://www.gmx.at/magazine/gesundheit/zucker-fett-luft-steckt-beliebten-...

kritischer Konsument

Unter "Das dürfen wir uns nicht länger bieten lassen" der Newsletter von Foodwatch:

eigentlich ist es nur logisch: Wenn ein Lebensmittel unter Verdacht steht, gesundheitsgefährdend zu sein oder wenn sein Verzehr unabsehbare Risiken birgt, dann gehört dieses Produkt nicht in die Supermarktregale. Diesen Grundsatz hat die EU im Lebensmittelrecht festgeschrieben:

Das europäische Vorsorge-Prinzip verlangt von der Politik, dass 

"[i]n besonderen Fällen, in denen ein Risiko für Leben oder Gesundheit gegeben ist, wissenschaftlich aber noch Unsicherheit besteht" Maßnahmen zum Gesundheitsschutz getroffen werden sollen "um das in der Gemeinschaft gewählte hohe Gesundheitsschutzniveau sicherzustellen" (Erwägungsgrund 21 der VO 178/2002).

Soweit die Theorie - und die Praxis? Ist Lichtjahre davon entfernt! Auf dem europäischen Markt befinden sich immer noch zahlreiche Lebensmittel, die eine Gefahr für den Verbraucher darstellen und EIGENTLICH verboten werden müssten. 

1.   Energy Drinks - Gefahr für Kinder und Jugendliche
Energy Drinks gehören für viele Teenager in Deutschland zum Alltag obwohl sie im Verdacht stehen, Herzrhythmusstörungen, Krampfanfälle und Nierenversagen bis hin zu Todesfällen zu verursachen!

Die so genannten Energy Shots sind sogar noch gefährlicher. Denn sie enthalten die vierfache (!) Konzentration an Koffein und Taurin als für Energy-Drinks EIGENTLICH erlaubt ist. Wie das geht?Ganz einfach, die Hersteller bedienen sich eines wahrhaft perfiden Tricks: Sie deklarieren ihre gefährlichen Fläschchen einfach als NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL! Andernfalls dürften sie gar nicht verkauft werden!

Aber nicht allein der erhöhte Koffeingehalt dieser Produkte gefährdet die Gesundheit. Besonders vor oder während des Sports erfreuen sich Energy Drinks oder Energy Shots großer Beliebtheit. Auch sind Mischgetränke wie "Vodka Energy" für viele Jugendliche ein völlig normaler Partydrink, der auch in Bars und Clubs ein Verkaufsschlager ist. Doch genau diese Kombination aus Energy Drinks oder Energy Shots mit Sport oder Alkohol erhöhen das Risiko schwerwiegender gesundheitlicher Folgen bis hin zum Tod.

2.   Azofarbstoffe - Warnhinweise ungenügend
Hinter sechs E-Nummern (E 102, E 104, E 110, E 122, E 124, E 129) verbergen sich diese synthetischen Farbstoffe, die Bonbons, Brausen, Gummibärchen oder Speiseeis färben - und im Verdacht stehen, an der Entstehung des Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndroms (ADHS) beteiligt zu sein.

Was als süße Belohnung gedacht ist, birgt das Risiko auf psychische Störungen und langfristige Beeinträchtigung der Konzentrationsfähigkeit! Doch anstatt die gesundheitsgefährdenden Azofarbstoffe in Lebensmitteln zu verbieten, begnügt sich die EU-Politik seit 15 Jahren mit einem WARNHINWEIS! Damit gibt der Gesetzgeber einerseits das Problem zu, andererseits bagatellisiert er durch einen derart dezenten Hinweis das ernsthafte Gesundheitsrisiko - und reicht es an die Verbraucher (häufig eben Kinder) weiter. Das ist eine wissentliche Gefährdung unserer Gesundheit!

Sieht so etwa ein vorsorgender Gesundheitsschutz aus? Ganz eindeutig versagt hier die EU-Politik! Gesundheitlich fragwürdige Zusatzstoffe müssen gesetzlich verboten werden! Unterstützen Sie foodwatch in dieser Forderung und werden Sie Förderer/Förderin.

3.   Dioxine - ein Scheitern der EU-Politik
Dioxine entstehen als unerwünschtes Nebenprodukt von industriellen Verbrennungsprozessen. Schon kleinste Mengen können gefährlich für die menschliche Gesundheit sein. Die Folgen reichen von Gebärmutterschädigungen über Verhaltensstörungen und die Schwächung des Immunsystems bis hin zu Krebs.

Seit langem weiß die EU-Kommission, dass die Lebensmittel zu hoch mit Dioxinen belastet sind und dass die Grenzwerte strenger sein müssten. Denn sie sagt selbst, dass dann "ein großer Teil des Futter- und Lebensmittelangebotes als ungeeignet für die Verfütterung an Tiere bzw. für den menschlichen Verzehr zu gelten hätte."

Doch was geschieht? Nach dem Dioxin-Futtermittel-Skandal 2010/11 haben die Politiker vollmundig versprochen, das Problem in den Griff zu bekommen. In Wahrheit hat sich aber nichts verbessert - im Gegenteil: Futtermittel sind weiterhin das Haupttor, durch das Dioxine in unser Essen kommen.

Und auch die Festsetzung der europäischen Grenzwerte für Dioxine gleicht einer Verhöhnung der Verbraucher: Die Grenzwerte variieren nämlich je nach Produkt! Ja, Sie haben richtig gelesen: Verschiedene Lebensmittel dürfen unterschiedlich stark mit den giftigen Substanzen belastet sein. Sie orientieren sich NICHT an der menschlichen Gesundheit, sondern an der tatsächlichen Belastung der Lebensmittel. Das heißt: Je höher zum Beispiel Fisch belastet IST, desto höher DARF er es auch sein!Hier werden Grenzwerte ad absurdum geführt: Denn zum Schutz der Verbraucher müssten die Grenzwerte doch so streng sein, dass alle Verbraucher geschützt sind! 

foodwatch fordert: Schluss mit den Gesundheitsgefahren! Vorsorgeprinzip umsetzen! 
Egal ob Energy Drinks oder Energy Shots, Azofarbstoffe oder Dioxine - dies sind nur einige Beispiele für politisches Unvermögen im Gesundheitsschutz! Obwohl die gesundheitlichen Risiken längst bekannt sind, ist den politisch Verantwortlichen unsere Gesundheit anscheinend egal!

Anstatt das EU-Vorsorgeprinzip konsequent umzusetzen, speist man uns mit unverbindlichen Regelungen zugunsten der Industrie ab. Vorsorgender Gesundheitsschutz sieht anders aus! Dabei sollte die Gewährleistung unserer Gesundheit eine Selbstverständlichkeit sein!

Für die Gesundheit der Verbraucher nimmt foodwatch das EU-Prinzip beim Wort und fordert: Der vorsorgende Gesundheitsschutz muss umgesetzt werden! Die Unversehrtheit der Verbraucher darf nicht wissentlich durch Gefahrenstoffe auf's Spiel gesetzt werden! 

Als unabhängiger Verein vertritt foodwatch die Rechte und Interessen der Verbraucher im Bereich Lebensmittel. Doch um in den politischen Waagschalen das Gegengewicht zur einflussreichen Lobby der Lebensmittelindustrie zu erhöhen, müssen wir noch mehr werden. Nur wenn wir uns als Verbraucher  zusammenschließen und gemeinsam für unsere Rechte kämpfen, können wir die Lebensmittelindustrie in ihre Schranken verweisen. 

 

 

Hans

Und enthält wahrscheinlich bedenkliche, künstliche Süßstoffe. Ich lasse die Finger von allen vermeintlichen Lebensmittel ohne Zucker und verzichte bewusst auf zu viele Süßigkeiten.

kritischer Konsument

Es wurde wieder einmal darauf hingewiesen, daß diejenigen, die Light-Produkte verwenden, unbedingt die beiden Produkte vergleichen sollten. Ein Müsli in der Lightversion, das titelt "30% weniger Zucker" und von dem man erwartet, daß es gesünder ist, hatte nämlich genau 8 Kalorien weniger als die "dicke" Version!

kritischer Konsument

Ein besonders interessanter Newsletter von Fooodwatch:

ein AKTUELLER PRODUKT-TEST VON FOODWATCH MIT FAST 300 LEBENSMITTELN zeigt mal wieder, wie es um die Lebensmittelwirtschaft bestellt ist: 90 Prozent der untersuchten Produkte sind glatt durchgefallen. Und das, obwohl die Europäische Union sogar ihren Segen dazu gegeben hat... 

281 Produkte im foodwatch-Test
Worum geht's? Weltweit wird über die Mitverantwortung der Lebensmittelunternehmen für den Anstieg von Übergewicht und chronischen Krankheiten diskutiert. Vor allem das an Kinder gerichtete Marketing für ungesunde Lebensmittel mithilfe von Comicfiguren, Spielzeugbeigaben oder auch Online-Spielen steht in der Kritik. Als Reaktion darauf haben die weltgrößten Lebensmittelhersteller im Rahmen einer Initiative der Europäischen Union bereits 2007 eine freiwillige Selbstverpflichtung unterschrieben und Besserung gelobt: Man wolle Werbung und Marketing an Kinder verantwortungsvoller gestalten. Klingt gut - aber stimmt es auch? 

Wir haben die 14 Firmen in Deutschland, die den sogenannten "EU Pledge" unterzeichnet haben, unter die Lupe genommen; unter anderem Kellogg's, Ferrero, Danone, Nestlé und Coca-Cola. Wir wollten wissen: Vermarkten die Hersteller tatsächlich nur noch ausgewogene Lebensmittel an Kinder? foodwatch hat dazu die Nährstoffzusammensetzung aller Produkte, die sich in Marketing oder Werbung direkt an Kinder richten, mit den Anforderungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) an ausgewogene Lebensmittel abgeglichen. Das erschreckende Ergebnis: Trotz der Selbstverpflichtung sind 90 Prozent von insgesamt 281 untersuchten Produkten KEINE ausgewogenen Kinderlebensmittel. Gerade einmal 29 Produkte (!) im Test dürften nach den Kriterien der WHO-Experten überhaupt an Kinder vermarktet werden.

Wir finden, das ist ganz schön frech: Mit wohlklingenden Selbstverpflichtungen inszeniert sich die Lebensmittelbranche als Vorreiter im Kampf gegen Übergewicht und Fehlernährung - vermarktet aber gleichzeitig tonnenweise Süßigkeiten und Junkfood einfach fröhlich weiter an Kinder. Und die Europäische Union gibt dafür ihr Siegel und verzichtet im Gegenzug für diese "Selbstverpflichtung" auf echte, wirkungsvolle Maßnahmen gegen Kindermarketing für Ungesundes.  

Alle Infos zu den Kinderlebensmitteln im foodwatch-Test gibt es hier!

https://www.foodwatch.org/de/informieren/kinderernaehrung/mehr-zum-thema...

In Deutschland sind 15 Prozent der Kinder übergewichtig, sechs Prozent sogar adipös, also fettleibig. Besonders schlimm: Der Anteil übergewichtiger Kinder ist in den letzten Jahrzehnten um 50 Prozent gestiegen! Ärzte und Gesundheitsexperten bis hin zur Weltgesundheitsorganisation empfehlen daher schon lange, dass es endlich strengere Gesetze für Kinder-Werbung für Lebensmittel gibt. Denn der wichtigste Grund für das Übergewichtsproblem ist: Kinder ernähren sich falsch. Sie essen zu viele Süßigkeiten, fettige Snacks und trinken zu viel Limonade. Und genau daran trägt die Lebensmittelwirtschaft eine Mitverantwortung. Denn die Hersteller bewerben fast ausschließlich Süßigkeiten, Limonaden und Junkfood an Kinder - ganz einfach, weil sie damit mehr Geld verdienen als mit Obst und Gemüse. 

Mit den rücksichtslosen Werbe- und Marketingmethoden macht die Lebensmittelindustrie Eltern, Großeltern und Lehrern, die Kinder für eine gesunde Ernährung begeistern wollen, unnötig das Leben schwer. Wir meinen: Schluss damit!
Herzliche Grüße

Ihr foodwatch-Team

 

kritischer Konsument

Newsletter von Foodwatch

wie sagte der Philosoph Jürgen Habermas letztens: "Die Politik macht das, was 80 Prozent ablehnen. Deshalb wird die Demokratie zum Störfaktor". Damit brachte er auf den Punkt, was immer mehr Menschen denken: Wie kann sich ein Land demokratisch nennen, wenn das, was die Politiker entscheiden, nicht dem Willen der Bevölkerung entspricht, sondern dem einzelner Interessengruppen? Warum wählen wir eigentlich, wenn am Ende nicht DAS geschieht, was WIR wollen und ALLEN nützt, sondern vor allem das, was die Gewinne der Banken, Versicherungen, Auto-, Chemie- und Lebensmittelkonzerne mehrt?

Und warum ist das so? Ganz einfach: 30.000 Lobbyisten - ja, Sie haben richtig gelesen - 30.000 Lobbyisten, also fast 40 pro Europaparlamentarier, sorgen in Brüssel dafür, dass die Demokratie zur Lobbykratie mutiert. ....
Lobbykratie zum Ersten: Mit Marktmacht, Geld, "Think-Tanks" und Anwaltskanzleien wehren die Konzern-Lobbyisten Gesetze ab, ja, verwandeln deren Stoßrichtung ins Gegenteil. Eine Milliarde (!!) Euro hat die Lebensmittelindustrie aufgewendet, und mit einer jahrelangen Kampagne die "Ampelkennzeichnung" verhindert, die über 70 Prozent der Verbraucher wünschen. Mit der Ampel hätten Käufer auf einen Blick erkennen können, ob ein Lebensmittel viel, mittel oder wenig Zucker, Salz und Fett enthält. Deshalb war die Milliarde aus Sicht der Lebensmittelindustrie sehr gut investiert - im Vergleich zu den drohenden Umsatzverlusten und Gewinneinbrüchen. Denn plötzlich hätten die Verbraucher vermeintliche Fitness-Produkte als Zuckerbomben entlarvt.

Lobbykratie zum Zweiten: Seit Jahren tut die Lebensmittelindustrie alles, um die Schriftgröße für Informationen auf Lebensmittelverpackungen möglichst klein zu halten. So klein, dass sie kaum lesbar ist. Was ihr denn auch immer wieder gelingt! So haben es die Lobbyisten geschafft, den Vorschlag der EU-Kommission, die Schriftgröße auf 3 Millimeter festzulegen, zu verhindern. Die vorgeschriebene Mindestschriftgröße beträgt nun 1,2 Millimeter auf die Höhe des kleinen x bezogen. In einigen Supermärkten finden Sie an den Einkaufswagen festmontierte Lupen! Eine Lupe als Symbol für die Bankrotterklärung der Politik. Das i-Tüpfelchen, liebe foodwatch-Interessierte ist aber die Begründung der Lebensmittelindustrie. Sie argumentiert nämlich, eine größere Schrift würde ihren "Markenauftritt" gefährden! Klarer kann man nicht sagen, dass nur der Gewinn zählt und der Verbraucher nichts! 

Liebe foodwatch-Interessierte, es gehört zur Demokratie, dass Interessenverbände sich für ihre Anliegen stark machen und Parlamentarier und Regierungen davon überzeugen dürfen. Auch foodwatch, als Streiter für die Rechte der Verbraucher, macht von diesem Recht Gebrauch. Was aber nicht sein darf: Dass die Gesetze nach den Interessen einer Wirtschaftsbranche geschrieben werden und unsere Regierungen als Dienstleister der Industrie agieren! ....
Lobbykratie zum Dritten: Das Schweinefleisch für den Schwarzwälder Schinken darf aus ganz Europa, ja sogar aus den USA kommen - wir erfahren es nicht. Und die Früchte der Marmelade können aus Südamerika kommen - wir erfahren es nicht. Weil aber Verbraucher wissen wollen, woher die Lebensmittel kommen, die sie kaufen, hat sich das EU-Parlament für eine verbesserte Herkunftskennzeichnung ausgesprochen. Auch diese Initiative ist an der hartnäckigen Lobbyarbeit der Lebensmittelindustrie gescheitert. Nach eigenem Bekunden "rügte" der Spitzenverband der Lebensmittelindustrie das Ansinnen des EU-Parlaments als "zu weitgehend". Das Ergebnis ist bekannt: Es gibt nach wie vor keine Herkunftskennzeichnung für verarbeitete Lebensmittel.Anscheinend hat mittlerweile die Lebensmittel-Lobby die Oberaufsicht über die Gesetzgebung: Bei Verbesserungen für den Verbraucher wird "gerügt" und - basta!

Und was macht die Politik? Sie knickt ein. Es gibt beispielsweise ein "Transparenzregister" in Straßburg und Brüssel. Hier sollen sich alle Lobbyisten mit ihrem Interesse und Budget eintragen. So der fromme Wunsch. Doch dieses Register ist, mit Verlaub, eine Lachnummer! Warum? Die Eintragung in das Transparenzregister ist freiwillig!

....Mit immer ausgefeilteren Methoden und Strategien hebeln Wirtschaftsinteressen das Allgemeinwohl aus. Und die Regierungen lassen sich regelrecht vorführen. Es möglichst den Konzernen recht machen - das scheint die Devise zu sein. Mein Team und ich wollen das nicht akzeptieren. Es darf nicht sein, dass die Lebensmittelkonzerne die Lebensmittelgesetze schreiben! 

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